Grantlseite einer Wetterhexe
manchmal koche ich auch über! besucherzählerXStat.de

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Um was klarzustellen!!!
  copyright
  Visionen
  Ventile
  Hexenlyrik
  Jahreszeitenlyrik
  Nachtgedanken
  Frustgedichte
  Mondgedichte
  Unerwünschte Kommentare
  Antwort vom Kardinal
  Hexenküche
  hexisch Süßes
  Hexenkuchen
  Krisenvorsorge
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
   
    geschreibsel

    schillerstolletanten
    hexenzauber
    - mehr Freunde




  Links
   Wetterhexe 2, mein neuer Blog
   Eine Tasse Blut
   Engelkarte
   Karin
   Ingo
   Holzmichel
   Geschreibsel
   Avion
   Altersdiskriminierung
   Aktion Lebendiges Deutsch
   lunadaybyday
   Königskind
   Anneliese
   frauvonbrevern
   Schillers tolle Tanten
   Zeit der Erinnerungen
   bärenpost
   yeow
   gaszkunst
   Silberstern
   Bootsmann
   Sianna
   Blog-Oma Brigitte
   Unwetterwarnzentrale
   bianca
   erdweibchen
   fusselchen
   Hannelore
   Jahressaiten
   Jürgen
   Laura
   Luftballon
   lemmie
   nixengrusch
   Ulrike
   hausmittelchen
   hexenzauber



Die Gedanken sind frei!!!!!!

http://myblog.de/wetterhexe

Gratis bloggen bei
myblog.de





Diese "Ergüsse" stammen ausschließlich von mir.
Manchmal drängt es mich, die Worte in Gedichtform zu fassen, unsere deutsche Sprache bietet sich in ihrer Klarheit ja einfach dazu an.
Nochwas, damit keine Mißverständnisse entstehen. Ich sehe mich nicht als große "Dichterin". Was ich so an Versen und "Gedichten" in meinen Blog setze, macht mir unheimlich Freude. Unsere Sprache ist so schön und man kann mit ihr umgehen, wie mit einem Baukasten. Man setzt die Worte sorgsam zusammen und erhält so einen völlig neuen und (jedenfalls für mich) wichtigen Inhalt. Ich erhebe keinen künstlerischen Anspruch, es macht mir einfach Spaß.
Wenn es jemandem gefällt, freue ich mich natürlich von Herzen darüber.


Hölle, Hölle

Hölle, Hölle, blitzeschleudernd,
kocht die Wut ganz heiß in mir.
Möchte fluchen, kreischen, geifern,
würde gern selbst mal zum Tier.
Wetterhexe wünscht sich Krallen,
die in rohes Fleisch sie schlägt,
mancher würd zum Opfer fallen,
wenn die Wut sich überschlägt.
Mit den Zähnen zu zerfleischen,
welche Lust und welche Gier,
diese Bösewichte alle,
ach, wie sehnlich wünsch ichs mir.
Keiner kann die Welt befreien,
der nur freundlich ist und nett.
Wut kann soviel Kraft verleihen,
Wut die ausser sich gerät.
Schickt sie in die tiefste Hölle,
in das eigne schwarze Ich,
lasst sie ewig darin schmoren,
eine Strafe, fürchterlich.




Hexenbesen

Hey, mein Besen in der Ecke,
stehst so traurig nur herum.
Ich brauch Dich für meine Zwecke,
wirble in den Wolken rum.

Auf und nieder, durch die Stürme,
hei, das tut den Hexen gut.
Hoch hinauf die Wolkentürme,
jauchzend voller Übermut.

Walle, walle du mein Besen,
wie schon Meister Goethe schrieb,
für den Ritt der Geisterwesen,
bist du Deiner Hexe lieb.

Ach, du willst in Ruhe schlafen?
Findest meinen Ritt zu schnell?
Alsdann werd ich Dich bestrafen,
fauler, hölzerner Gesell.

Deine Zeit ist abgelaufen,
Du bist längst schon unmodern!
Ich werd mir was Neues kaufen.
Einen Sauger hätt ich gern!!

Einen Sauger, voll Getöse,
mit dreitausend wilden Watt,
reitet dann die Hex, die böse,
wie ihn kaum ein anderer hat.



Einen Sauger, voll Getöse,
mit dreitausend wilden Watt,
reitet dann die Hex, die böse,
wie ihn kaum ein anderer hat.



Aufgewacht


Langsam kreisen Deine Hände,
wohliger Schauer, werde wach.
heißer Atem, er spricht Bände,
gebe gern dem Drängen nach.

Bin bald in mir selbst verloren.
Tauche ein, ins heiße Meer,
der Empfindung, neu geboren.
Sehe Funken, atme schwer.

Wie auf goldnen Adlerschwingen,
trägt die Lust mich, hoch empor
bringt ein Instrument zum Klingen,
als ich mich so ganz verlor.

Hat die Erde mich dann wieder,
bin ich von Dir ganz erfüllt.
Bin geliebt und liebe wieder,
bin von Liebe eingehüllt.



Kreislauf
Wenn Nebel über Feldern liegen,
das Laub sich färbt im bunten Ton,
wenn Vogelschwärme südwärts ziehen,
dann fliegt die Fröhlichkeit davon.

Vorbei sind all die Sommerklänge,
das kühle Glas in lauer Nacht,
vorbei die lauten Balzgesänge,
die Welt schläft ein, ganz leis und sacht.

Wir suchen diesen Klang von Innen,
der immerwährend wiederkehrt.
Der Lebenskreis hat ein Beginnen
und einen Lauf der immer währt.

Aus all dem Grau des starren Lebens,
erwächst ein neues, helles Licht,
der Kreislauf dreht sich nie vergebens,
vergessen wir ihn in uns nicht.

Ein jeder Tod bringt neues Werden,
ein welkes Blatt nährt neue Frucht,
versteht den Kreislauf hier auf Erden,
bevor ihr ihn im Jenseits sucht.


Ach wie ist es doch so herrlich,
eine böse Hex zu sein,
denn ich schreib gern frei und ehrlich,
was ich zu dem Ganzen mein.

Ich sprüh Gift und spucke Galle,
denn die Welt ist furchtbar schlecht,
gleiches Recht gibt´s nicht für alle,
diese Welt bleibt ungerecht.

Wer dort "oben" angekommen,
der vergißt, was "unten" war
alles wird sich rausgenommen:
Darf man doch, wie wunderbar!

Um nach "oben" zu gelangen,
muss man dunkle Pfade gehn,
über Leichen wird gegangen,
nur solang wir es nicht sehn.

Jeder der in Amt und Würden,
seinen guten Sold einstreicht
setzt dem andren hohe Hürden,
dass er dies niemals erreicht.

Geld wird reichlich heut verschwendet,
- hat ein andrer ja bezahlt,
wird für Unsinn aufgewendet,
denn man hat ja die Gewalt.

Alles, das wir so beklagen,
was man sich mit uns erlaubt,
muss vier Jahre man ertragen,
wenn den Lügnern man geglaubt.

Und sie lügen, keine Frage,
hinterher ist es ja gleich,
Hauptsache man füllt die Tage
und ist hinterher sehr reich.

Würd ich wahrlich hexen können,
wäre manches wohl zu tun,
würd so manchem Übles gönnen,
und bei Tag und Nacht nicht ruhn.

Wer sein Volk so dreist belogen,
würd ein Buckel herrlich stehn,
und an seiner Buckelgröße,
könnte man die Lügen sehn.





Achtung

Pa, ich lass mir nichts gefallen,
ich hau auf den Tisch.
Ich brauch nichts von ihnen allen,
ich sag frei und frisch,
was ich wünschen will und denken.
Kommt mir einer quer,
fall ich, ohn´ mich einzuschränken,
über diesen her.
Viele seh ich niemals wieder,
die sind mir so schnurz,
andre red ich einfach nieder,
mach es knapp und kurz.
Ich bin ich und nicht die Massen,
ich hab meinen Wert,
stehe fest und ganz gelassen,
ist denn das verkehrt?
Eigne Meinung, eignes Denken,
unverbogen sein,
lasst euch nicht wie Tiere lenken,
steht für euch selber ein.
Ohne Hemmung, klar zu sagen,
was uns so nicht passt,
Menschen, die dies offen wagen,
werden oft gehasst.
Leise, um nicht aufzufallen,
sollen Frauen sein!
Lass ich meine Stimme schallen,
nennt man mich gemein.
Bin ein Mensch, der danach trachtet,
nicht geliebt zu sein,
ich werd lieber nur geachtet,
um den Wert allein.







Mein Garten Wunderwild

Hörst Du es, beim Rosenbogen,
leise klingt ein helles Lied,
Sommer ist bald fortgeflogen,
nimmt auch dieses Liedchen mit.

Überall um uns ist Leben,
Blüten, Sträucher und Getier,
wollen uns das Schönste geben,
sagen: Wir sind alle hier!

Nachts wenn Feen und Elfen singen
hier im Garten wunderwild,
Elfenkönig Gaben bringen,
lächelt dieser weise, mild.

Sieh, Herr König, meine Gabe,
schätzt wohl eine Elfe nur,
ist mein Garten, meine Habe,
ist ein kleines Stück Natur.

Hab ihn extra wild gelassen,
hab Dein Schloß nicht zugeteert,
will auch nicht in Beete fassen,
was dem Elfenvolk gehört.

Und ihr Feen, mit euren Gaben,
habt hier ebenfalls ein Haus,
könnt die wilde Hecke haben,
geht drin nächtens ein und aus.

Denn ihr seid mir gute Freunde,
Elfenvolk und Feenschar,
ich bin Mitglied der Gemeinde,
tanz im Reigen - wunderbar.







Brücken

Lasst uns alle Brücken bauen,
mit der Hand und mit dem Wort,
lasst uns zu den Nachbarn schauen,
sie besuchen, hier und dort.

Diese Brücken zu beschreiten
manchen neuen Weg zu gehn,
möge Gott uns dabei leiten,
möge er bei uns stets stehn.

Jede Schlucht wird überwunden,
tiefe Kluft erschreckt uns nicht,
wird ein neuer Freund gefunden,
uns vertraut ein fremd Gesicht.

Unser Leben sei voll Brücken,
die man selber schlagen kann,
überwindet alle Tücken,
auf dem Grat der Lebensbahn.

Einst, in vielen, vielen Tagen,
werden wir hinübergehn,
unsre letzte Brücke schlagen
und die Freunde wiedersehn.

Sie gleicht einem Regenbogen,
der sich spannt ins andre Land,
viele sind schon hingezogen,
die wir hier so gut gekannt.

C: Wetterhexe

Brot und Spiele

Man füttert sie mit dummen Spielen,
denn Selberdenken darf nicht sein.
Man schwelgt in dümmlichen Gefühlen,
denn das soll so romantisch sein.
Die Welt mit allen ihren Dramen,
wird gern durch dummen Kitsch verdrängt.
So schafft man einen goldnen Rahmen,
damit der Kitsch auch nobel hängt.
Was so passiert in andren Ländern,
das kann den Leuten schnuppe sein,
statt einen üblen Krieg zu ändern,
lädt man sie zu Big Brother ein.
Selbst unsre Kinder müssen wissen,
was mancher so im Bett gern treibt.
Das wird dann ohne ein Gewissen,
den Kleinen mittags einverleibt.
Und bald erheben sich die Massen,
bei einem Tor bleibt keiner stumm,
die Politik sieht das gelassen,
man hält das Volk mit Fußball dumm.
Für manchen armen Arbeitslosen,
damit er sich für glücklich hält,
wir bald die GEZ erlassen,
bevor die rosa Brille fällt.
Wer auf dem Sofa sich die Welt baut,
den interessiert der Rest nicht sehr.
Wer sich die Lindenstraße anschaut,
setzt sich politisch kaum zur Wehr.
Im alten Rom schon war man weise,
und gab den Leuten so ihr Glück.
Mit Brot und Spielen, haufenweise,
hielt man des Menschen Geist zurück.


Wie in einen warmen Mantel
hülle ich mich, tief hinen,
keiner kann mir Schaden stiften,
seine Kraft ist viel zu klein.
Sieh, der Kreis ist schon gezogen,
in den Kreis nur Gutes dringt.
Wer gelogen und betrogen,
dem der Eintritt nicht gelingt.
Böse Worte, böse Taten,
prallen ab und sind entzwei.
Alle, die nur Gutes raten,
führe freundlich nun herbei.
Böse Zeiten sind beendet
und die Freude ist nun neu.
Schaden sei so abgewendet,
alle Kräfte fließen frei.


Gute Wünsche haben Flügel,
fliegen schnell zu jenem hin.
Gute Wünsche haben Stärke,
helfen ihm beim Neubeginn.
Gute Wünsche euch zu senden,
das hat ganz besondre Kraft.
Gute Wünsche können wenden,
was der Mensch allein nicht schafft.
Gute Wünsche können heilen,
sind die Wunden noch so tief.
Gute Wünsche zu verteilen,
das schafft selber Seelenkraft.
Gute Wünsche bringen Segen,
dem der gibt und dem der nimmt.
Gute Wünsche, gut zu hegen,
dafür hat sie Gott bestimmt.
Darum send ich gute Wünsche,
sende euch auch Kraft und Mut.
Und ich wünsche tief im Herzen,
dass damit wird alles gut.





Die Muttergöttin

Sie stehen zusammen im heiligen Kreis,
sie tanzen und singen, mal laut und mal leis.
Sie rufen nach ihr, der Mutter des Seins,
sie geben sich hin und werden dann eins,
mit der ewigen Mutter, der Göttin des Lichts,
dem Ursprung des Lebens, der Kraft aus dem Nichts.
Nur Frauen wie wir erfahren es dann,
aus uns kommt das Leben, aus uns kommt der Bann
für alles was flieht vor dem ewigen Licht,
wir stehen im Kreis, wir fürchten uns nicht.
So rufen wir an, die Mutter des Lebens,
wer sich so vereint, der ruft nie vergebens.





Heute könnt ich böse sein,
geifern, spucken und dazu
stampfen, strampeln und auch schrein.
Möcht mich in die Betten werfen,
in die Kissen tief hinen,
und mit beiden Fäusten trommeln,
einfach ausser mir ganz sein.
Manche Tage wecken heiße
Höllenfeuer tief in mir.
Mancher Tag verklingt auch leise,
aber heute steh ich hier.
Stehe hier und könnte schäumen,
blinde Wut hat mich erfasst,
rase, wie in bösen Träumen,
voller Hektik und voll Hast.
Wie könnt ich die Haare raufen
und dazu auch ganz laut schrein,
möchte durch die Gegend laufen,
und ein böses Kind mal sein.
Würde gern mit Tellern schmeißen,
dass es scheppert, kracht und klirrt,
manche Leute Dinge heißen,
dass der Kopf bei ihnen schwirrt.
Hölle, Hölle, sei willkommen,
find dich heute tief in mir.
Hab den Höllenruf vernommen!
Die Hormone purzeln wirr,
durch den Geist und auch den Körper,
die uns Frauen machen irr.
Und dazu in diesem Alter,
in dem man doch längstens klug,
abgeklärt und gütig wäre,
aber ICH erreich die Sphäre,
dieser Reifung spät genug.
Wohl in vielen, vielen Jahren,
wenn der liebe Gott es will,
werde ich es mal erfahren,
dass ich ruhig sein kann und still.



Grade heut ist Hexennacht,
siehst du uns nicht fliegen?
Hexen halten heute Wacht,
statt im Bett zu liegen.
Hexen tun, was Hexen tun,
das hat seinen Sinn,
denn wenn Hexen nächtens hexen,
ist so manches drin.
Hexen schlafen morgens lange,
- Nacht ist ihre Zeit,
aber Menschen, seid nicht bange,
heut geschieht kein Leid.
Gibt heut keine Hexenstreiche,
ausnahmsweise nicht,
bin heut fort im Hexenreiche
bis der Tag anbricht!




Die dunkle Seelenhex


Lasten tragen - alles schwer,
fühl micht müde, kann nicht mehr.
Böser Gnom sitzt im Genick,
drückt die Stimmung, raubt mein Glück.
Müde sind die Augenlider,
wann find ich die Sonne wieder?
Vieles geht mir heut zu nah,
dunkle Seelenhex ist da.
Leert den Kopf, beschwert die Glieder,
drückt die Seele einfach nieder.
Lieg am Boden, bin geschlagen.
Wie lang kann ich es ertragen?
Manchmal will man nur noch fliehn,
wie der Wind von dannen ziehn.
Kaum etwas hält mich zurück.
Geht es wirklich noch ein Stück?
Würd ich an den Kreis nicht glauben,
müsst ich mir das Leben rauben.






Stürz zu Boden, lass Dich fallen
fühl Dich einsam und allein,
raufe Dir auch mal die Haare,
wenn Du glaubst, das muss jetzt sein.
Heule nachts laut in das Kissen,
lass den Tränen ihren Lauf,
sei vor Kummer ganz zerrissen,
steh am Morgen gar nicht auf.
Deine Seele braucht beizeiten
Reinigung durch diese Flut,
lass die zu, die Traurigkeiten,
dann wird alles wieder gut.
Wer sich schämt, an sich zu leiden,
schämt sich auch, ein Mensch zu sein,
wer versucht, sich zu verkleiden,
den holt dieses Schauspiel ein.






Ich seh im Traum den Regenbogen,
er spannt sich weithin übers Land,
er glänzt und funkelt, weckt die Träume,
und ist doch flüchtig, schnell gebannt.

Ich seh die Farben herrlich leuchten
wie sie so fern am Himmel stehn.
ich wär zu gerne hingeflogen,
doch leider kann ich halt nur gehn.

Könnt ich den Bogen nur erreichen,
mich sonnen in dem Farbenspiel.
Die Farben fangen an zu weichen,
ich kleiner Mensch wünsch mir zuviel.

So fern wie dieser Regenbogen,
ist oft der Menschen großes Glück,
so mancher ist schon ausgezogen,
und kam arm, krank und stumm zurück.





Wo ist es nur geblieben?
Wer hat es jüngst gesehn?
Wer hat es denn vertrieben?
Was, bitte, ist geschehn?

Wie lange nicht gefunden?
Wie lange schon vergangen?
Seit Jahren, nicht seit Stunden!
Kann man es neu erlangen?

Sehr lange ist verschwunden
was wir so sehr vermissen,
kein Mensch hat es gefunden,

ein wirklich reines Gewissen.



Mein Garten

Ein kleines Stück der Welt,
das hab ich mir gewonnen,
mach dort, was mir gefällt
es ist mir wohlgesonnen.
Dies Wachsen und Gedeihen,
dies Werden und Vergehn,
dies ist ein Teil des Lebens,
ich muss es täglich sehn.
Im bitterkalten Winter,
sehn ich mich schon hinaus,
auf diesem Fleckchen Erde,
dort ist mein Herz zuhaus.
Geh täglich längs des Weges,
treff dort so manchen Freund,
sprech leis mit meinen Pflanzen,
wenns auch verschroben scheint.




Man hat sich vor Jahren
Liebe geschworen,
so vieles gewonnen
und manches verloren.
Die Jahre, sie ziehen
an uns so vorbei,
ein Tag folgt dem andren -

schon wieder ist Mai.


Und bald kommt der nächste,
schon wieder ein Jahr!
Wird es auch so gut,
wie das letzte es war?
Das Leben, die Liebe,
wird wie man es sieht,
denn jeder ist es selber -

seines Glückes Schmied!


Wer mit Freundschaft und Treue,
Vernunft und Geduld,
kommt nicht gut durchs Leben,
ist oft selber schuld.
Das Nehmen und Geben,
das Gutsein und Verzeihn,
das muss man halt lernen -

sonst ist man allein.






Frühlingsregen

Er steigt hervor der Frühlingsduft,
aus dieser schwarzen Erden
und Fruchtbarkeit liegt in der Luft,
verheißt ein neues Werden,
verheißt uns allen neues Leben,
ein neuer Anfang wird gemacht
die Mutter Erde wird es geben,
sie hat das Feuer neu entfacht.
Das Füllhorn ihrer guten Gaben,
schenkt sie uns immer wieder neu,
der Kreislauf wird kein Ende haben,
Natur bleibt stets dem Menschen treu.
Auch wenn der Mensch, in seinem Wahn,
dieses Geschenks nicht wert,
das Leben fängt stets wieder an,
nur Heil uns wiederfährt.




Weicher Boden unter den Füßen,
Eis, das langsam abwärtsschmilzt,
Maulwurfshügel, die neu wachsen,
Knospen, die zum Brechen prall.

Vogellied, am frühen Morgen,
Taubenpaar im Paarungsrausch,
Sonnenlicht, durch trübe Fenster,
frohes Hoffen, überall.

Gleißend klare Morgensonne,
erste Spitzen, die zartgrün,
Sonnenwärme, auf den Gliedern,
Vogelschwärme nordwärts ziehn.

Neues Licht und neues Werden,
neu auch ich und alle Welt,
wieder neues, frohes Leben,
Frühling ist´s, der Einzug hält.




Wetterhexe kanns nicht lassen,
schreitet wieder fort zur Tat,
denn sie kann es noch nicht fassen,
dass sie es empfunden hat.
Frühling soll bald wiederkommen,
wär so lang schon an der Zeit,
Vogelsang wurd schon vernommen,
doch der Frühling scheint noch weit.
Wenn das Grün wie Nebelschwaden,
auf den kahlen Bäumen liegt.,
schenkt der Frühling seine Gnaden,
endlich hat er nun gesiegt.
Auf den Wiesen wird es bunter
und das Herz wird wieder weit,
die Gefühle rauf und runter,
haben ihre hohe Zeit.
Menschen fangen an zu träumen,
was der Winter unterdrückt,
wenn der Blick von Blütenbäumen,
uns die Herzen so entzückt.
Alle fangen an zu leben,
waren viel zu lange starr,
denn die Liebe will nun geben,
diesen Frühling manchem Paar.
In den Herzen siegt die Sonne,
macht sie glücklich und bereit,
denn die wahre Liebeswonne
ist die schöne Frühlingszeit.
Feiert sie mit frohen Sinnen,
spürt die große Festlichkeit,
denn in jedem Neubeginnen,
liegt die wahre Menschlichkeit.




Träume, sie laden dich ein,
auf ihnen zu segeln.
Laß dich wiegen, verführen,
nimm Zeit dir, zu fliegen,
und gleite dahin,
durch Land und Zeit.
Erfahre das Schweben
im goldenen Licht,
erträume dein Leben,
verschenke es nicht.
Nimm diesen goldenen Sonnenstrahl
steig darauf empor in den himmlischen Saal,
der Träume und Wünsche,
bevor du im Ernst deines
Daseins gefesselt
und im Alltag verloren bist..




Stillstand

die weiße Decke über allem,
das sich schon lange regen will,
sie hemmt noch lange alles Leben,
bedrückt das Sein und hält es still.
Ungeduld wird in mir wach,
ich will nicht länger warten,
ich sehne mich schon so danach,
nach Sonne, Luft und Garten.
Die wundervollste Kostbarkeit,
das allererste Bunt
dann endlich, ist es wieder Zeit,
mein Herz fühlt sich gesund.




Fliegen können,
Abstand nehmen
von Zeit und Raum.
Segeln durch
die Sphären,
vorbei einfach -
vorbei.

Sich erheben
durch Wissen und Tun
bezwingen durch Geist,
die ewige Macht,
klarsehend
und weise -
empor.

Erspüren
und sehen
was immer
geahnt,
erfahren und
erkennen -
ganz klar.



Zartgrün-schaumige Nebelwolken
über kahlen Bäumen,
Bachstelzen, die eifrig wippend
die neue Zeit verkünden,
der Geruch der Erde,
fruchtbar und köstlich,
voll Verheißung und Leben.
Vogelgesang am frühen Morgen,
der den Beginn des neuen Kreises preist.

Mein Traum vom Frühling.



Dieser Alltag,
er deckt mich zu
mit einer grauen, kratzenden Decke,
erstickt mich mit seiner
Härte und Gleichgültigkeit.
Gleichförmig ziehen sich
die Tage dahin,
trostlos, sinnlos, traurig.
Er erstickt alles Leben,
alle Träume und alle Liebe,
und doch,
hat diese graue Decke
Löcher,
man kann den Himmel
hindurchsehen.



Wanderer zwischen den Zeiten

Seit ewiger Zeit
führt schon der Weg,
von Prag bis nach
Santjago hin.
Ich geh ihn oft,
denn ich empfinde
dass ich dort nie
alleine bin.
Mit mir, da geht
auf Schritt und Tritt
der Pilger
zwischen den Zeiten mit
und oft spür ich
eine freundliche Hand
durch diese dünne
Zeitenwand.




Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
dem es blind vertraut.
Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
der es blind macht.

Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
der viel verspricht.
Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
dem es glaubt.

Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
den es braucht.
Ein Volk, das sich
für den entscheidet,
der es mißbraucht.

Ein Volk,
bekommt auch,
was es will



Sonnentraum

Sonnenstrahlen,
selten und kostbar
in dieser Zeit.

Sonnenstrahlen,
tröstend und warm
für unser Gemüt.

Sonnenstrahlen
hell und klar
für Dich ein Geschenk.

Nimm sie
und trage sie
in ein anderes Herz



Welch grausame Waffe ist das Wort,
es stürzt Menschen ins Unglück
und ganze Völker ins Verderben.
Es läßt, einem Pfeil gleich,
sich nicht mehr lenken,
wenn es losgelassen.
Und trifft es,
verursacht es Schmerzen,
größer als alle Wunden der Welt.
Gebrauche es mit Sorgfalt
fürchte seine grausame Wirkung,
damit du Schaden wendest
bei seinem Gebrauch.



Leise ist er fortgeflogen,
der Sommer, der kein Sommer war,
er hat uns alle nur belogen,
es war ein ungeliebtes Jahr.

Die Blätter fallen von den Bäumen
und Morgennebel liegen schwer,
auf allen meinen Frühlingsträumen,
da gibt es keine Wiederkehr.

Das Licht entweicht, ich bleib zurück,
ín tiefer, traurigschwarzer Nacht,
und dieses karge Sommerglück,
hat über mich jetzt keine Macht.

Gefangen bin ich wieder, das Grab
aus Traurigkeit und Angst und Last,
hat alles Licht, das mich umgab,
mit seinem Schwarz schon längst erfaßt.

Das Licht, das leben läßt und lieben,
das Fröhlichkeit und Glück mir schenkt,
im Dunkel ist es jetzt geblieben,
der Frost hat sich auf mich gesenkt.

Ich zähl schon wieder nur die Stunden,
bis sich die Zeit doch wieder dreht,
bis dieses Dunkel überwunden,
es endlich wieder aufwärtsgeht.




Solange es Menschen gibt,
gibt es Kriege,
solange es Kriege gibt,
gibt es Helden,
solange es Helden gibt,
gibt es keinen Frieden.





Furchterregende Wellen,
eine Brandung des Lebens,
schäumend und wütend,
und trotzdem vergebens.
Denn meine Insel,
im tosenden Meer,
ist Zuflucht und Heimat,
ich wünsch mir nicht mehr.
Sie ist aus Felsen
der Liebe entstanden,
sie schützt mein Leben,
mags noch so wild branden.
Das Meer ist das Leben,
so muss mans verstehn
und Schiffe sind alle,
sie kommen und gehn



Stille

Diese ruhige Zeit,
zwischen Müdigkeit
und Schlaf,
in der man
seinen Gedanken
nachhängt,
den Tag noch
zerkaut,
die Worte
sortiert,
das Gewesene
ordnet.
die innere Ruhe
herstellt.

Eine Zeit, neue Quellen
in sich zu entdecken




Mein Traumboot
liegt noch am Ufer vertäut
und wartet auf mich diese Stunde.

Ich steige ein und segle dahin,
in meinem riesigen Ozean,
der Gefühle und Gedanken.

Und jeder einzelne Tropfen darin,
gehört mir, ich kann ihn nicht teilen.
Ein riesiges Meer meiner Sinne.

Wie gerne ließe ich Dich
mit mir segeln und weiß doch
ich bin hier allein.

Denn Du bist weit fort,
um Welten getrennt,
in deinem Boot, auf Deinem Meer.





Für meine internette Freundin Dagmar.

Leise kommt er angeschlichen,
dieser Abend wunderbar,
Tageslicht ist fast gewichen,
Abendträume werden wahr.

Leise, leise, nur nicht stören,
ist doch jetzt der Elfen Zeit,
kannst ein feines Rascheln hören,
unterm Baum, ist gar nicht weit.

Dort in meinem Wundergarten,
tummeln sich die Elfen klein,
ach ich kann es nicht erwarten,
will ganz nah bei ihnen sein.

Hört das Wispern, hört mit Staunen,
dort ein Schatten, hier ein Raunen.
Hört die Glöckchen leis erklingen,
Hört ein feines, zartes Singen,

Ist des Elfenvolkes Zeit.




Langsam wird es wieder Zeit,
dass ich meinen Besen reit!
Hoch hinauf in Wolkentürme,
ich ganz schnell gen Himmel stürme,
bin, das muss ich schnell vergessen,
viel zu lang herumgesessen,
auf dem dicken Hexenhintern,
musst ich lange überwintern,
jetzt, da mich der Frühling weckt,
hab den Besen ich entdeckt.
der da stand, trist in der Ecke,
ohne Sinn, zu keinem Zwecke.
Wetterhexe ist erwacht,
hat sich schnellstens aufgemacht,
nimmt den Besen, reitet los.
Ach die Freude ist so groß!
Freunde was ihr wissen müsst,
Frühling hat mich heut geküsst.
Schaut die Sonne, fühlt die Strahlen,
keine Wolken, diese fahlen,
traurig schweren Kümmernisse,
die ich keineswegs vermisse.
Ach das Leben hat mich wieder,
Hexe lag zu lang darnieder,
ist jetzt wieder fast erneuert,
dieses euch die Hex beteuert





Segen über diesem ausgedörrten Land,
Wasser auf die Mühlen, die man trocken fand,
Ringen um die Einheit,heilig diese Macht.
Zukunft bleibt verborgen, liegt noch in der Nacht.
Jedem der verzweifelt, zeigt der Sonne Lauf,
dass nach jedem Dunkel sie geht wieder auf.
Kreislauf dreht sich weiter, ewig, weise, groß,
Mensch muss nicht verstehen, was seines Schicksals Los.
Ruhe tief im Innern, gibt die große Kraft,
Ruhe in der Seele, die uns Einsicht schafft.
Segen liegt auf allem, das die Einheit will,
Segen für das Leben, weise, groß und still.




Komm Schlaf, mein Freund,
geselle Dich zu mir.
Erzähl mir die Geschichten,
die ist tags nicht hören kann.
Flüstere sie mir leis ins Ohr.
Wiege mich in Deinen Armen.
erfülle mich mit Deiner Gabe,
der Ruhe und Erholung.
Erbaue mich mit sanften Träumen
und eröffne mir dein friedliches Reich.
Komm Schlaf mein Freund,
ich warte sehnsuchtsvoll auf Dich.





Alter

Wenn die Stille in dir
zu schreien beginnt,
und dich zerfrisst in der Nacht,
wenn dein Rufen keine
Antwort gewinnt
und leise verhallt in der Nacht,
wenn deine Augen nur
rundherum Dunkelheit sehn,
und kein Stern Dir am Himmel blinkt.,
wenn dein Sein sich nach
einem anderen verzehrt
und dich nur die Kälte umhüllt,
wenn dein Verstand dich verlässt,
dir versagt jedes Verstehn,
und um dich tanzt nur die Nacht,
wenn dein Leben nur diese Tage kennt,
wird es Zeit, für Dich,

zu gehn.





Mich täglich wieder entscheiden,
für Dich, für all Deine Fehler,
Schwächen und Marotten,
mich zuhause fühlen,
bei Dir, mit Dir.

Mit offenen Armen dastehen,
auch wenn ich Dir einen Tritt
verpassen könnte,
Dir die Augen auskratzen könnte,
mich abwenden möchte.

Und immer wieder
entscheide ich mich für Dich,
weil auch Du meine Macken
annimmst und Heimat bist
für mich.


Ist das Liebe?









Das Leben schließt sich wieder
zu einem großen Kreis,
man ist darin gefangen,
auch wenn man es nicht weiß.
Uralt und sehr heilig
ist dieses Kreises Macht,
ein Werden und Vergehen,
das Sein von Tag und Nacht,
von Sommer und von Winter,
der Wechsel warm und kalt.
das Leben und das Sterben,
der Kreis von Jung zu Alt.
Auch wenn ich einst vergehe,
so werd ich immer sein
und kehre immer wieder,
der Kreis schließt alles ein.
Den wahren Trost vor Augen,
hab ich es jetzt erkannt,
ich bin ein Teil des Kreises,
der Leben wird genannt.


Das musste ich ganz dringend schreiben.
Es war mir sehr wichtig.



Frühlingsregen

Er steigt hervor der Frühlingsduft,
aus dieser schwarzen Erden
und Fruchtbarkeit liegt in der Luft,
verheißt ein neues Werden,
verheißt uns allen neues Leben,
ein neuer Anfang wird gemacht
die Mutter Erde wird es geben,
sie hat das Feuer neu entfacht.
Das Füllhorn ihrer guten Gaben,
schenkt sie uns immer wieder neu,
der Kreislauf wird kein Ende haben,
Natur bleibt stets dem Menschen treu.
Auch wenn der Mensch, in seinem Wahn,
dieses Geschenks nicht wert,
das Leben fängt stets wieder an,
nur Heil uns wiederfährt.









Manche Geister, ungebeten,
wird man einfach nicht mehr los,
in den Fettnapf schnell getreten,
schon geht das Gezeter los.
Hier ist keine Geisterstunde,
hier ist einfach nur mein Haus
darum sag ich in die Runde,
geht drin gerne ein und aus,
fühlt euch wohl in allen Räumen,
schaut und fühlt, freut euch mit mir,
folgt mir auch in meinen Träumen,
doch das SAGEN hab ICH hier.
Wer mich ärgert, den verweise
ich aus meinem kleinen Haus.
Will er schwafeln oder schäumen,
diesen Geist, den schmeiss ich raus.
Ich brauch keine Poltergeister,
die mit Griechisch um sich säen,
denn hier bin nur ich der Meister,
also Ruhe, bitteschön!




Strahlend wird der Tag geboren,
stets erneuert sich die Welt,
kaum entstanden, schon verloren,
in dem Zeitrad, das nie hält.

Unterworfen von Geburt an,
festgekettet an dies Rad,
keiner, der sie lösen kann,
jeder diese Fesseln hat.

Von der Wiege bis zur Bahre,
Urteil schon vom ersten Schrei,
lange, ungelebte Jahre,
ziehen so an uns vorbei.

Lebt die Tage, nutzt die Stunden!
Bald ist eure Welt verschwunden,
kaum die erste Milch getrunken,
bist du schon in Staub gesunken.





Manchmal muss ich durchatmen,
ausspannen,
Ruhe geben.
Manchmal muss ich mich davonstehlen,
aus dem Alltag,
aus dem Umfeld,
aus dem Spinnennetz
der eigenen Sorgen.
Das mich gefangenhält,
klebrig und verwickelt,
das mich bei jedem Befreiungsversuch
nur noch fester packt.
Manchmal muss ich dieses Netz zerreißen,
zerstören, zerschneiden,
die Fesseln fallen lassen
und mich aufschwingen,
dem Himmel entgegen.
Alles zurücklassend,
im glücklichen Traum schwebend.

Manchmal muss ich einfach gehn.





Manchmal sprüh ich ohne Gnade,
schonungslos mein Hexengift,
und ich find es immer schade,
wenn es mal daneben trifft.
Trifft es jedoch, ist die Freude,
meinerseits fast grenzenlos,
der Getroffne darf ruhig leiden,
auch dann ist die Freude groß.
Manchmal fahr ich mit den Krallen,
einem Menschen ins Gesicht,
auch die Watschn darf ruhig schallen,
denn sie ist das Strafgericht,
für den Neid und andre Gaben,
die man halt als Mensch so hat.
Sich an Bosheit mal zu laben,
ach, das macht die Seele satt!
Schadenfreude ist es heute,
morgen kanns was andres sein,
denn ich lieb nicht alle Leute,
doch das weiß nur ich allein.
Ach, ich merk schon, grade heute,
bin ich bös und echt nicht ohne,
doch ich bin halt leichte Beute,
für den Wirbel der Hormone





Wetterhexe stellt die Frage,
was denn eine Hexe sei,
hat darüber lang gegrübelt,
es war ihr nicht einerlei.
Wetterhexe wollt sie heißen,
weil sie nicht gezwungen ist,
Falsches nur an sich zu reißen,
keine Schmeichelei und List.
Ging auch nicht auf Männerfang,
wollte nur ganz ehrlich schreiben,
was ihr oft schon tagelang,
in Gedanken musste bleiben.
Wollte wettern, wüten, stürmen,
über diese falsche Welt,
wollte sehn aus Wolkentürmen,
alles was ihr nicht gefällt.
Einen Besen wollt sie reiten,
weil der so schön praktisch ist,
denn man kehrt damit beizeiten,
aus, was nicht in Ordnung ist.
Hexen sind auch keine Damen,
wollen keine Weibchen sein,
die, ganz wie in großen Dramen,
sitzen nur in zweiten Reihn.
Denn davor, da drängen Herren
sich um Reichtum und um Macht,
die zwar große Reden führen,
aber dumm sind wie die Nacht,
finster ist und schwarz, die Seele,
die sie lange schon verkauft.
Nein, nur alles, keine Dame,
lieber Hexe, die sich rauft,
mit der Welt und allen Bösen,
die sie mit dem Besen zwingt,
sich von Lug und Trug zu lösen,
weil sie ihn gefährlich schwingt.
Hexen, sind nicht Zauberwesen,
sondern ganz normale Frauen,
die vieleicht, weil sie belesen,
sich alleine kämpfen trauen.
Diese Frauen sich nicht scheuen,
auch mal einen Schritt zu tun,
den sie hinterher bereuen,
aber die trotzdem nicht ruhn.
Hört man auch von bösen Dingen,
die man so als Hex vollbringt,
sollt es einer nur gelingen,
dass die Menschheit sich besinnt.
ging sie gern dafür ins Feuer,
Hexen schreckt die Flamme nicht,
denn die Welt ist ihr zu teuer,
als dass sie dafür Ehre bricht.



Gute Wünsche, böse Wünsche,
Menschlein achte deren Kraft.
Denk daran, dass was erbeten,
dir das Schicksal meistens schafft.
Achte, dass ein fauler Zauber,
oft den Zauberer befällt!
Wünscht er Gutes, wird das Gute,
ihn erreichen auf der Welt.
Gute Wünsche haben eine,
ganz besonders starke Macht,
richtet man sie auf den andern,
ist der Wunsch schon fast vollbracht.
Darum Menschlein, wünsch nur Gutes,
gönn den andern auch ihr Glück,
denn von Herzen frohen Mutes,
kommt es auch zu Dir zurück.
Wünsche Dir nie sehr viel Reichtum,
dieser ist der Menschen Plag.
Wünsch Zufriedenheit im Leben,
dann wird glücklich jeder Tag.
Bald strahlt jeder kleine Segen
auch aus deinem Wesen aus,
leitet Dich auf deinen Wegen
und bringt Freude dir ins Haus.




Wetterhexe braucht drei Tage
hat sich schon ganz gut erholt,
doch jetzt quält sie diese Frage:
Haben wir es so gewollt?
Junge Leute sollen blechen,
wenn sie für die Bildung sind.
Wenn die einen fröhlich zechen,
weil sie reicher Leute Kind,
muss der andre sie bedienen,
in der Nacht für wenig Geld.
Denn er muss es hart verdienen,
wenn er was vom Wissen hält.
Dieses muss doch auch von allen,
kostenlos zu haben sein!
Warum stellt man diese Fallen,
hält man so die Leute klein?
Was mich da am meisten wundert,
ist, dass dies wohl keinen stört,
müssten nicht schon ein paar Hundert,
aufgebracht und ganz empört,
auf den Straßen sich vereinen
voller Wut und voll Protest,
diesen Zustand zu verneinen.
Gebt den Bösen doch den Rest!
Denen, die die Leut beschissen,
um die wahre große Macht,
diese Macht, die heißt doch WISSEN!
Bin nur ich so aufgebracht?????





Das Lebensrad

Rotierend nähere ich mich
dem Abgrund,
der tief, schwarz und drohend
vor mir liegt.
Kein Halt, kein Entrinnen,
kein Atmen, kein Besinnen,
nur kreisendes Nichts.
Es kommt auf mich zu
und ich tauche hinein
und fühle
wie ich,
in ewiger Rotation
mich auflöse und verliere,
bis mein Selbst nur noch
im bleichen Nebel der
Erinnerung verschwimmt





Wetterhexe fliegt nicht mehr,
kauert still am Boden,
Augen sind ganz tränenschwer,
Weinen ist verboten.
Gibt sich stark und sehr besonnen,
strafft die Schultern,hat gewonnen,
wahrt den frohen Schein.
Doch im Innern, ganz tief drin,
darf sie endlich schrein




Zartgrün-schaumige Nebelwolken
über kahlen Bäumen,
Bachstelzen, die eifrig wippend
die neue Zeit verkünden,
der Geruch der Erde,
fruchtbar und köstlich,
voll Verheißung und Leben.
Vogelgesang am frühen Morgen,
der den Beginn des neuen Kreises preist.

Mein Traum vom Frühling







Kommt ihr lieben Hexenschwestern,
nehmt den Besen und dann ran,
glaubt ihr denn, wir sind von gestern,
die ganze Welt regiert der Mann.
Wird der Völker Blut vergossen,
weil man halt nicht anders kann,
steckt dahinter unverdrossen,
dieser böse, alte Mann.
Schickt für sich und seine Ehre,
oder was er dafür hält,
Kinder schon an die Gewehre,
was für eine falsche Welt.
Uns erzählt man, dass im Glauben,
eine Frau nichts werden kann,
nein, er wills halt nicht erlauben,
dieser böse, alte Mann.
Nehmt sie ihm sacht aus den Händen,
diese dumme, eitle Macht,
dass der Mütter Kinder sterben,
dafür sind sie nicht gemacht.
Für die Liebe, Glück und Leben,
haben wir sie euch gebracht.
unter Schmerzen euch gegeben,
niemals für das Spiel der Macht.





Ach, mein lieber Hexenbesen,
stehst so traurig an der Wand,
bist zu lange brav gewesen,
ach, das ist ja allerhand.
Komm wir fliegen eine Runde,
hin nach München ist das Ziel,
denn wir zwei, in einem Bunde,
ärgern uns schon lang zu viel.
Laß uns in den Landtag dringen,
kehren wir mal aus den Stall,
laß uns dann vor allen Dingen,
saubermachen, überall.
Jedem, der nicht brav gewesen,
fährst du übel ins Gesicht,
und mit meinen Hexenkrallen,
quäl ich dann den Bösewicht.
Einen, kann ich gar nicht leiden,
dem kratz ich die Augen aus.
Weiter gehst dann mit uns beiden
nach Berlin zum Kanzlerhaus.
Auch dort oben muß man kehren,
ganz brutal mit harter Hand,
denn wie solln wir uns sonst wehren,
ist ja so ein schräges Land.
Schräg sag ich und damit meine
ich, dass vieles nicht mehr stimmt.
Siegt der Große, weint der Kleine
weil der Groß`sich schlecht benimmt.
Denen werden wir es zeigen,
du, mein Besen und auch ich.
sind zu lange brav gewesen,
jetzt sind wir ganz fürchterlich.



Frustgedicht

Mein Leben,
verschwunden im Alltagsbrei,
verloren, vergessen, vertan und vorbei.
Was fröhlich und so
voll Hoffnung begann,
verloren, vergessen, vorbei und vertan.
Die Pläne, zerstoben und
längst schon entzwei,
verloren, vergessen, vertan und vorbei.
All das, was ich mit viel
Hoffnung geboren,
vergessen, vertan, vorbei und verloren.
Gefangen im Alltag,
von Pflichten besessen,
verloren, vertan, vorbei und vergessen.

Ich breit eines Tages die Flügel aus,
verlasse im Geiste dies düstere Haus
und schwing mich hinauf in bessere Sphären,
wer hätte die Macht, mir dies zu verwehren.
Befreit und vergangen, verloren, vorbei,
und endlich besiegt der Alltagsbrei.


Frustgedicht II

Meine Beine sind dick,
der Kopf schon ganz dumm.
,Hab soviel geschafft,
mein Rücken ist krumm.
erschöpft und so müde,
so traurig und schwer,
so vieles geredet,
ich fühl mich ganz leer.
Bin total erschlagen,
gefangen im Frust,
so gehts schon seit Tagen,
hab einfach keine Lust.
Mein Nacken ist hart,
die Muskeln wie Blei,
von Stirn bis zur Schulter,
zieht Migräne hebei.
Ich sehn mich nach Schlaf,
nach Leichtsein und Schweben,
nach Ruhe und Kraft,
wie hart ist das Leben.
Ach, laßt mich doch jammern
und schluchzen und klagen,
es muß einfach raus,
ich kanns nicht ertragen.

Keine Sorge, ansonsten gehts mir gut!







Auf dem Kopf den alten Hut,
den Besen unter mir
und meine Kleider flattern,
mein Haar hängt wild und wirr.
So jage ich als Wetterhex`
durch Wolken, Wald und Feld.
Ich bin heut bös,
ihr merkt es schon,
ich sag, was mir gefällt.
Wenn auch wer schluckt,
so ists gemeint!
Frei von der Leber weg!
Drum Achtung, Vorsicht!
Jetzt komm ich,
das böse Hexentier!
Wer`s nicht verträgt,
ist selber schuld,
ging halt nicht aus dem Weg.
Für Reue hab ich keine Zeit,
heut tut mir gar nix Leid!

stvm



Treibholz sind wir
im reißenden Strom,
und flüchtig zieht alles
auf rasender Bahn,
vorbei
im tosenden Lebenswahn.
Man trifft sich
und wird schnell wieder entzweit
im endlosen Strom
der ewigen Zeit.




Ganz, ganz langsam
merke ich,
wie es immer mehr
in mir,
brodelt und kocht.


Ganz, ganz langsam,
merke ich,
wie es immer mehr,
Zeit wird,
HALT zu sagen.

Ganz, ganz langsam,
merke ich,
wie es immer mehr
Zeit wird,
was zu tun.

Ganz, ganz langsam,
merke ich,
wie wir immer mehr,
Menschen werden,
denen es reicht!

Ganz, ganz langsam,
gehen wir,
immer, immer mehr,
an die große Front,
die sich wehrt.

Ganz, ganz mutig
stehen wir,
Seite an Seite,
und beginnen,
diesen Kampf.





Die da oben,
die da oben,
die schachern und feilschen,
um unser Geld!

Die da oben,
die da oben,
die krallen und horten,
zusammen die Welt!

Die da oben,
die da oben,
die lügen und stehlen,
wie`s ihnen gefällt.

Die da oben,
die da oben,
die sehen herab,
auf unsere Welt.

Ihr da oben,
ihr da oben,
seid wachsam,
bald wird das Urteil gefällt!





Die Zeit dreht sich
wie eine dunkle Wolke,
über mir und meinem Tun.
Das Rad dreht sich
schneller und schneller.
Wer noch Mut hat,
springt einfach ab.
Mein Mut ist zu klein
und ich bin gefesselt,
ans Zeitrad, das
schneller und schneller rotiert,
Es dreht sich im Kreis und
ich fühle, mein Leben,
löst sich auf,
im kreisenden Nichts



Ich bin die böse Wetterhex,
bin grausam und gemein,
ich schick Dir Hagel, Schnee und Sturm,
wünschst du dir Sonnenschein.

Und wenn du weinst,
dann lach ich nur,
mein Herz kennt keinen Schmerz,
der Andern Tränen, sind für mich,
doch nur ein dummer Scherz.

Ich stürm an deinem Haus vorbei,
und deck dir ab das Dach.
Lässt nach der Wind, hörst du vielleicht,
wie ich darüber lach.

Der Wind, mein Freund,am schönsten ist,
wird er schon zum Orkan
wenn alles fliegt und um sich kreist,
dann siehst du was ich kann.

Wenn alles dann im Chaos liegt,
dann schlaf ich selig ein,
das mag ich gern, drum will ich auch,
die Wetterhexe sein.





Ruhe ist in mir,
Ruhe und Frieden,
ich habe sie gefunden,
die Mitte des Seins.

Sie hält mich
und trägt mich
und bringt mich
fast schwebend
ins wirkliche Ziel,

ganz nah hin

zu MIR.







Manchmal stehe ich da

mit leeren Händen und
leerem Herzen,

mit nicht geweinten Tränen
und ungesprochenen Worten,

mit unüberwindlichem Abstand,
und dieser tiefen Kluft,

einsam, verlassen und ratlos.




Da kam doch gerade
das Leben herbei
und zupfte an meiner Hand.
Es schüttelt den Kopf,
dann geht es vorbei,
weil ich es nicht verstand.





Ein ständiges Wandern,
immer weiter,
noch einen Schritt,
und Tag für Tag,
fließt unsere Lebenszeit mit.
Sie fließt an uns vorbei,
fließt immer schneller,
fließt uns aus der Hand.
Wir sollten nicht am Rande
des Flusses stehen
und ins brodelnde Wasser sehen,
denn nur wer hineinspringt,
den nimmt er mit.




Schweben,
leicht sein
und entgleiten können,
wann immer ich will.
Auf Träumen segeln,
in Länder,
die ich schon so lange
sehen will.
Menschen verstehen,
trotz Trennung durch
die Wand der Zeit,
Einblicke nehmen können
und erkennen,
eine umfassende,
neue Wahrheit.
Alle Fragen, die in mir
so brennen
beantwortet haben,
in einem Moment.
Vermittelt durch Licht,
im letzen Atemzug



Der Winter hängt noch immer
mit kalter Hand in unserer Zeit,
verdunkelt das Gemüt,
beschwert das Herz
und belastet den Alltag.
Ein Trost nur,
die ersten Sonnenstrahlen,
wertvoll wie Gold,
kostbar wie Diamanten
und wunderbar wie Seide.
Ich träume schon lange
von gefiltertem Licht
unter Bäumen,
das im Rauschen der Blätter
auf mir tanzt.





Gedanken,
sie fliegen, sie ziehen
sie rasen
und halten uns wach.
Wer hat sie,
die Macht über die
eigenen Gedanken?
Die Macht, sie zu lenken,
die Macht nur zu denken,
was wir uns befehlen.
Vergeblich versuchst du,
deine Gedanken,
zu halten und in dir
ganz tief zu verankern.
Doch dazu fehlt dir
Menschlein
die Macht.





Atem holen,
Leben schöpfen,
Stillstand
in der Hast der Zeit.

Atem holen,
Liebe geben,
Glücksgefühl,
für uns zu zweit.

Atem holen,
Zeit sich nehmen,
Seelenruhe
macht sich breit.

Atem holen,
Abstand nehmen,
Sinn erfassen,
kurz ist unsre Lebenszeit.

Abstand nehmen,
offen werden,
Schönheit
macht die Herzen weit.

Abstand nehmen,
Sinne wecken,
Blütenduft
vertreibt das Leid.

Abstand nehmen,
Gott vertrauen,
jederzeit
für uns bereit




Sonnenstrahlen,
die so plötzlich,
hervorbrechen,
aus der Wolkenwand.

Sie allein sind es,
die den düsteren Tag,
erhellen und zum Tag
erst machen.

Schneegestöber
aus der drohenden Wolkenwand,
tanzend und fröhlich
taumelt es herab.

Und deckt alles,
was schwarz und düster,
mit seiner weißen
Fröhlichkeit zu.






Du bist nichts wert,
du bist zu jung,
die Älteren haben doch
ihr Ältestenrecht.

Laß sie erst nehmen,
und nimm den Rest.
Bescheide dich mit dem,
was übrigbleibt.

Dich liebt man nur,
wenn pflegeleicht,
wenn unkompliziert
und billig.

Der Umkehrschluss
brennt ein Leben lang
auf meiner Haut:
Nur wenn ich keinen
Ärger mach,
hab ich Anspruch auf

L I E B E.





Manchmal, ja manchmal,
könnte ich schrein,
manchmal, ja manchmal,
ganz unartig sein,
und toben und stampfen
und kreischen und schrein,
und manchmal, ja manchmal,
ganz ehrlich sein.
Verletzungen setzen mit
ehrlichem Wort,
Betroffenheit genießen,
wie einen Sport,
je tiefer und schneller
die Bosheit trifft,
je stärker und wirksamer
mein Hexengift.






Die schwarze Wolke
des Abschieds,
steht zwischen uns,
drohend, bedrückend
und still.

Du siehst mir in die Augen,
auch Du erkennst,
dass die Trennung
nah ist.

Wie gern würde ich
Dich halten,
Dich binden,
Dich fortholen,
vom Tod.

Doch ich erkenne,
dass mir die Macht dazu fehlt.



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung